Die Mezzosopranistin Eva Schneidereit, in Dortmund geboren, absolvierte ihre musikalische Ausbildung an den Hochschulen in Köln und Lübeck.
Bereits während des Studiums erhielt sie ein Engagement
am Theater Lübeck und widmete sich intensiv der zeitgenössischen
Musik, unter anderem unter der Leitung von Kent Nagano.
Ihre Affinität zur Operette zeigte sich früh: Als Mitglied der Gruppe „Hommage“ interpretierte sie Operettenmelodien in renommierten Fernsehformaten wie „Kein schöner Land“ und „Aktuelle Schaubude“. Meisterkurse bei Edda Moser, Montserrat Caballé und Gundula Janowitz verfeinerten ihre gesangliche Ausdruckskraft.
Von 2004 bis 2012 gehörte sie dem Ensemble des Theaters Osnabrück an und übernahm zentrale Partien, darunter Eboli in „Don Carlos“, Charlotte in „Werther“, Die Muse in „Les contes d’Hoffmann“ sowie die Titelrolle in Cole Porters „Kiss me, Kate!“ unter der Regie von Thomas Enzinger.
Für ihre Mitwirkung an der CD-Produktion von Charles Gounods „La nonne sanglante“, ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, erhielt sie besondere Anerkennung. Ein bemerkenswerter Moment in ihrer Karriere war ihr Auftritt in Teheran:
Unter der Leitung des iranischen Komponisten Nader Mashayekhi sang sie die Altpartie in der „Johannespassion“ und trat dort als erste Frau seit 30 Jahren solistisch auf. Zuletzt war sie festes Ensemblemitglied am Schleswig Holsteinischen Landestheaters und überzeugte u.a. als Hexe in „Hänsel und Gretel“ und als Adelaide im „Vogelhändler“.
Das Salzkammergut ist für Schneidereit ein besonderer Ort. Vor vielen Jahren stand sie hier im „Weißen Rössl“ mit Chansons von Ralph Benatzky auf der Bühne und erlebte einen unvergesslichen Moment auf ihrem künstlerischen Weg.